Plakette "Faire Gemeinde" beantragt.

Faire Kirchengemeinde Bartenbach – Plakette beantragt

Im Gemeindebrief vom März 2019 haben wir zuletzt von den Entwicklungen auf unserem Weg zur Fairen Kirchengemeinde berichtet.

Zwischenzeitlich hat sich wieder etwas getan. Mit Ulrich und Ursula Stettner und Irmtraut Sämann-Younsi hat sich eine kleine Gruppe zusammengefunden, die sich der Sache annimmt. So konnte jetzt der Fortschrittsbericht über unsere Entwicklung erstellt und an die Initiative „Faire Gemeinde“ weitergeleitet werden. Dort wird der Bericht geprüft. Bei Erfüllung der erforderlichen Kriterien werden wir als Faire Gemeinde anerkannt und mit der Plakette „Faire Gemeinde“ ausgezeichnet.

Neben der Erstellung des Berichts hat sich in diesem Jahr auch auf der praktischen Seite etwas getan. Wie bereits berichtet, haben wir im Frühjahr einen kleinen Verkaufsstand eingerichtet, an dem Sie nach dem Gottesdienst faire Produkte erwerben können. Die Waren werden von Elisabeth Weihler-Eichmüller im Weltladen Göppingen besorgt. 

Beim gemütlichen Zusammenstehen nach dem Gottesdienst gibt es außer fair gehandeltem Kaffee nun auch fair gehandelte Kekse und nicht mehr Milch aus den kleinen Plastikdöschen, sondern Frischmilch. Demnächst wird es auch fair gehandelten Tee geben. Getränke werden aus Pfandflaschen angeboten, Einwegflaschen und -packungen sollen vermieden werden.

Der Blumenschmuck für den Altar kommt im Sommer aus privaten Gärten oder von Blumenfeldern. Falls Sie einmal schöne Blumen für den Altarschmuck haben, können Sie dies gerne dem Pfarrbüro mitteilen. Im Winter wollen wir Blumen aus Übersee vermeiden und mit Topfpflanzen schmücken.

Für den Lichterbaum im Gottesdienstraum haben wir Teelichthalter aus Glas angeschafft und dazu Teelichter, die in Deutschland aus Recyclingfett hergestellt werden. So können wir auf Teelichter mit Palmöl und Paraffin und auf Alubehälter verzichten.

Im Pfarrbüro wird inzwischen weitgehend Recycling-Papier verwendet.

Der Gemeindebrief, so auch der, den Sie gerade in den Händen halten, wird seit der letzten Ausgabe auf Recyclingpapier gedruckt.

Es bleibt also interessant und es gibt noch Einiges zu tun, um uns auf diesem Gebiet weiter zu entwickeln.

Bitte sprechen Sie uns an, falls Sie Ideen haben, was noch gemacht werden könnte oder falls Sie sich auf andere Weise in den Prozess einbringen möchten.

Mit diesen Schritten wollen wir als Kirchengemeinde einen kleinen Beitrag für eine fairere Welt leisten. Vielleicht wollen auch Sie in Ihrem persönlichen Umfeld Schritte in diese Richtung tun?

                                                                Irmtraut Sämann-Younsi und Ulrich Stettner

Die Kirchengemeinde auf dem Weg zur fairen Gemeinde

Die Kirchengemeinde auf dem Weg zur Fairen Gemeinde

Beim letzten Gemeindefest hatten wir Frau Hartter als Referentin von der Diakonie Württemberg eingeladen. Sie hat über ihre Arbeit in den Hungergebieten in Ostafrika berichtet. Bei der Gelegenheit konnte sie uns als Kirchengemeinde etwas näher kennenlernen. Ihre Einschätzung: So wie wir in Bartenbach die Kirchengemeinde ausrichten, erfüllen wir schon jetzt die Kriterien für eine „Faire Gemeinde“. Hinter dem Label „Faire Gemeinde“ stehen mehrere Verbände, unter anderem Brot für die Welt. Faire Gemeinde darf sich die Kirchengemeinde nennen, die aus einem Kriterienkatalog mindestens drei Punkte erfüllt. Wir erfüllen schon deutlich mehr.

1.) Bei Anlässen wie Einführungen, Verabschiedungen, Dank an Referenten verschenken wir meist Produkte aus fairem Handel.

2.) Bei den Festen der Kirchengemeinde werden Mahlzeiten aus regionalen Zutaten gekocht. Wir schauen jeweils, dass ein vegetarisches Essen angeboten wird. Der Kaffee, den die Kirchengemeinde ausgeschenkt, ist ausschließlich aus fairem Handel.

3.) Bei dem Weltgebetstag der Frauen und beim Gemeindefest verkaufen wir regelmäßig fair gehandelte Produkte.

4.) Hanna Göser, die bei uns seit Jahren für den Blumenschmuck für das Gemeindezentrum sorgt, schaut immer zuerst nach Blumen aus dem Garten.

5.) Bei Gemeindefesten verwenden wir ausschließlich Mehrweggeschirr.

6.) Wir beziehen Ökostrom über die Gesellschaft zur Energieversorgung der kirchlichen und sozialen Einrichtungen.

Diese Kriterien erfüllen wir bereits weitgehend, an manchen Stellen können wir sicher noch konsequenter werden. Es wird vorgeschlagen, für den Prozess eine Steuerungsgruppe zu bilden. Das wäre natürlich schön, wenn sich Leute zusammenfinden, denen das Thema am Herzen liegt. Falls Sie Lust haben, melden Sie sich im Pfarramt.

Die Kirchengemeinde wird zukünftig in jedem Jahr eine Veranstaltung in diesem Bereich durchführen.